Trainingsmethode Gruppe B

Jedes Training der Gruppe B hatte ein Thema, nach dem die Übungen ausgesucht wurden. So gab es Übungen zur Schnelligkeit, Doppelpässen, Passen/Schiessen aus dem Lauf, Genauigkeit etc. Die Trainings bestanden aus einem kurzen (10-15 Minuten) Einwärmen, einem Haupt- und einem Spielteil. Der erste Teil fand meistens spielerisch statt, wie z.B. Sitz- oder Fussball. Im Mittelteil wurden Übungen gemacht. Der mittlere Teil dauerte ungefähr 45 Minuten. Die letzte halbe Stunde im Training wurde gespielt. Dabei hatten die Spieler meistens irgendwelche Vorgaben, wie z.B. den Ball nie länger als drei Sekunden zu halten, oder das nur Tore, die aufgrund von Direktschüssen erfolgt sind, gelten. Da das Team leider keinen Torhüter hatte, wurden die Tore abgelegt, Hindernisse hineingestellt oder anstatt der Tore wurden Hütchen genommen.
Da die Trainingsgruppe aus fünf Spielern bestand, war es gut möglich, auf diese einzeln einzugehen. Während der Übungen konnten Defizite erkannt werden. So konnte ich den Spielern individuelle Inputs geben, um z.B. zu zeigen, wie die korrekte Fussstellung bei einem Schuss sein sollte. Aus meiner Sicht war es dann aber auch wichtig das Erklärte zu begründen, sodass der Spieler auch den „Hintergrund“ verstand.
Im Training wurden hauptsächlich die gezogenen und geschlagenen Schüsse, sowie dieselben Passarten geübt. Rückhandpässe wurden nicht im Speziellen vertieft, aber auch nicht verboten. Eine Schwierigkeit war es, die Übungen auf das Niveau der einzelnen Spieler anzupassen. Die Probanden sollten nicht unterfordert, aber auch nicht überfordert werden. Um dies zu erreichen wurden die Übungen während des Trainings angepasst oder es wurde in „Stärkeklassen“ trainiert, d.h. die besseren Spieler hatten anspruchsvollere Übungen, als die schwächeren Spieler. Diese Klassen wechselten laufend. Ein Spieler, der Passübungen mit der stärkeren Klasse übte, musste nicht zwingend auch bei den Schussübungen in der fortgeschrittenen Stärkeklasse sein.

© 2009 Sebastian Abegg